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KKV-Bundesvorsitzender Ridders fordert konstruktive Zusammenarbeit mit den Medien

DJV-Bundesvorsitzender Überall kritisiert Kardinal Woelki im KKV-Küchentalk:

„Wer immer provoziert, muss sich nicht wundern, wenn er meist im Feuer steht!“

KKV-Bundesvorsitzender Ridders fordert konstruktive Zusammenarbeit mit den Medien – „Katholiken sind es leid, sich immer für die Amtskirche rechtfertigen zu müssen.“

E S S E N / H A M M . „Es ist nicht die Schuld der Medien, dass die katholische Kirche in Köln und insbesondere Kardinal Woelki in der öffentlichen Kritik stehen. Wenn man die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten mit fragwürdigen Mitteln versucht zu erschweren oder zu verhindern, dann muss man sich nicht wundern, wenn diese ihrem Auftrag mit noch mehr Motivation nachgehen. Wer immer provoziert, der muss sich nicht wundern, wenn er meist im Feuer steht“, resümiert der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Prof. Dr. Frank Überall, während des zweiten Online-Küchentalks „Himmel & Erde“ des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. (KKV) am Mittwochabend in Hamm.    

Bereits in den vergangenen Wochen äußerte sich der Verbandsvorsitzende, Journalist und Wissenschaftler mehrfach zu den Vorgängen im Erzbistum Köln. So unterstellte Überall dem Erzbistum und damit Kardinal Woelki ein mangelhaftes Aufklärungsinteresse. Im KKV-Küchentalk brachte er es auf den Punkt: „Mir scheint es fast so, als wenn sich Teile der Kölner Amtskirche mit mehr Motivation damit beschäftigen, die freie und unabhängige Berichterstattung über die Vorkommnisse im Erzbistum zu erschweren oder gar zu verhindern, als die internen Probleme aufklären zu wollen.“

Mit durchaus fragwürdigen Mitteln werde Journalistinnen und Journalisten die Arbeit konsequent erschwert. „Wenn auf nahezu jede Medienanfrage oder -berichterstattung eine Rückmeldung des Erzbistums über eine beauftragte Anwaltskanzlei erfolgt, dann zeugt das meiner Meinung nach von einem sehr eigenartigen demokratischen Medienverständnis“, so der DJV-Gewerkschaftschef, der die Interessen von bundesweit über 37.000 Journalistinnen und Journalisten vertritt. „Ich verfolge als freier Journalist seit vielen Jahren die Arbeit der katholischen Kirche in Köln und bin erstaunt, wie man in kurzer Zeit so viel Porzellan zerschlagen kann“, resümiert Überall, der in der Rheinmetropole wohnt und arbeitet.

„Katholiken sind es leid, sich immer für die Amtskirche rechtfertigen zu müssen.“

„Ich fordere von der Amtskirche – insbesondere im Erzbistum Köln – wieder zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Medienvertretern zurückzukehren“, stellt der Bundesvorsitzende des KKV, Josef Ridders, am Rande des „Küchentalks“ im Gespräch mit Überall fest. „Die Katholiken sind es leid, sich immer wieder für die Amtskirche rechtfertigen zu müssen. Wer Mist gebaut hat, der muss dafür geradestehen und Konsequenzen ziehen. Es wird Zeit, vor der eigenen Haustür zu kehren und nicht die Medien für die Probleme der katholischen Kirche verantwortlich zu machen“, so Ridders. „Wenn wir als Kirche offen und ehrlich zu unseren Fehlern und Problemen stehen, dann können wir auch wieder an Glaubwürdigkeit bei den Menschen gewinnen. Das funktioniert aber in keinem Fall, wenn wir unnötige Energie in die Verhinderung freier Berichterstattung durch die Medien investieren.“

Medieninformation

2. KKV Küchentalk “Himmel und Erde”, Talkgast Prof. Dr. Frank Überall

DJV-Vorsitzender Überall spricht über Journalismus, Ethik und Krimis

Wie hat sich der Journalismus in den vergangenen Jahren verändert? Wie gehen Medien mit Corona um und welchen ethischen Anspruch haben die Reporter und Verleger an ihre Arbeit? Schwere Kost? Dieses Mal hat sich der KKV für seinen zweiten virtuellen Küchentalk am kommenden Mittwoch, 16. Juni, ab 18.30 Uhr auf www.neue-mitte.tv ein aktuelles und durchaus streitbares Thema auf die Agenda geschrieben. Aber mit dem Vorsitzenden des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV), Prof. Dr. Frank Überall, ist es den Verantwortlichen des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. (KKV) gelungen, einen renommierten und kompetenten Gesprächspartner für die Kochrunde am Herd zu gewinnen.

„Schon die erste Talkrunde mit den ‚Taufbolden‘ hat bei uns im Verband für viel Gesprächsstoff gesorgt – und das versprechen wir uns auch von dem zweiten KKV-Küchentalk“, lädt der KKV Bundesvorsitzende Josef Ridders zum digitalen Treff ein. „Und wer nicht live dabei sein kann, der kann die 90minütige Sendung wenige Tage später auch unter www.neue-mitte.tv oder auf dem eigens eingerichteten YouTube-Kanal nochmals anschauen.

Eine eigens eingerichtete Chatfunktion sowie aktuelle Umfragen während der Sendung werde es auch in dieser Folge den Zuschauerinnen und Zuschauern ermöglichen, sich live in den Verlauf der Diskussion einzubringen.

„Ich bin schon sehr gespannt auf die Diskussion. Der Rückblick auf die Statistiken der ersten Sendung zeigten, dass mittlerweile weit über 1.000 Nutzer das Video live oder in der Aufzeichnung angeschaut haben. So viele Interessierte aus dem ganzen Bundesgebiet hätten wir in einer einzelnen Veranstaltung – zudem unter Pandemiebedingungen – nicht erreichen können“, berichtet der KKV-Bundesvorsitzende Josef Ridders stolz.

Für den Mittwoch verspricht Ridders gemeinsam mit dem Moderationsteam wieder eine interessante, spannende und kurzweilige Gesprächsrunde. Wie es sich für einen Küchentalk gehöre, käme auch das Kochen und Essen nicht zu kurz und was der Journalisten-Gewerkschaftschef, Wissenschaftler und Autor Prof. Dr. Frank Überall mit der Krimi-Lektüre verbindet, wird sicherlich auch aufgelöst werden.

KKV fordert, Krankenhäuser wieder für Besucher öffnen

KKV-Bundesvorsitzender Josef Ridders kritisiert Krankenhäuser

„Was wir kranken Menschen und ihren Familien zumuten, ist nur noch unmenschlich!“

KKV fordert, die Türen auch für Besucher wieder zu öffnen – Pandemie nicht als Vorwand für Systemwechsel nutzen / Krankenhausseelsorge jetzt nachhaltig stärken

E S S E N . „Was wir kranken Menschen und ihren Familien zumuten, ist nur noch unmenschlich. Wir können doch bei verlässlichen Inzidenzen von unter 20 nicht einfach alle Türen verschließen und den Kontakt zwischen Patienten und ihren Familien und Freunden verbieten. Treffen im Biergarten nebenan sind erlaubt – aber Begleitung am Krankenbett untersagen wir. Das kann doch nicht wahr sein!“ Josef Ridders, Vorsitzender des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. (KKV), ist entsetzt über den aktuellen Regelungswirrwarr in deutschen Krankenhäusern. „Jedes Krankenhaus macht offenbar was es will. Mancher Träger sperrt ganze Häuser oder Abteilungen für jeglichen Besuch, andere lassen ausschließlich kurze Besuche innerhalb knapper Zeitfenstern zu. Für mich drängt sich der Eindruck auf, dass manches Krankenhaus die Pandemie nutzt, um einen schleichenden Systemwechsel vorzunehmen und sich der lästigen Besucher weitestgehend zu entledigen“, stellt Josef Ridders in einer am Freitag in Essen veröffentlichten Presseinformation fest.

„Mir ist sehr bewusst, welcher Druck in den vergangenen Monaten auf den Krankhäusern lastete. Die Ärzte und das pflegende Personal haben herausragendes geleistet und wir sind diesen Menschen sehr dankbar“, stellt Ridders seiner Kritik voran. Das entschuldige aber nicht, was sich nun einzelne Krankenhausbetreiber leisten: „Wir können doch nicht wieder Konzerte besuchen und Fußballspieler in Stadien und Kneipen bejubeln und kranke Menschen und ihre Familien lassen wir in ihrer Not allein, anstatt hier dringend notwendige Normalität zu ermöglichen. Was sind wir eigentlich für eine Gesellschaft geworden“, fragt sich Ridders. „Wenn sich Eltern mit ihren Kindern für eine Behandlung in Krankenhauszimmern isoliert einsperren lassen müssen, um sie in diesen schweren Stunden nicht allein zu lassen, dann ist das doch bei allem medizinischen Verständnis menschlich nicht vertretbar.

Ridders fordert die Krankenhausbranche und die Politik auf, sich schnellstens an einen Tisch zu setzen und mit den sinkenden Inzidenzen für erhebliche Erleichterungen in den Krankenhäusern Sorge zu tragen: „Es gibt zahlreiche technische Möglichkeiten, Besucherströme sinnvoll und ohne großen Aufwand zu organisieren und nachzuvollziehen. Diese Chancen müssen unbedingt genutzt und schnellstmöglich realisiert werden. Hier ist jeder Euro gut investiert.

Zudem sei es wichtig, dass bundesweit einheitliche und verlässliche Regeln gelten: „Das Hausrecht der Krankenhäuser kann nicht als Grund dafür herhalten, dass von Bundesland zu Bundesland und teilweise Krankenhaus zu Krankenhaus völlig unterschiedliche Regeln gelten“, fordert der KKV-Bundesvorsitzende. „Wenn ich höre, dass einzelne Krankenhäuser kostenpflichtige PCR-Tests als Voraussetzung für Aufnahme und Behandlung einfordern, dann werden hier bewusst zusätzliche Hürden geschaffen, die mit einer öffentlichen Gesundheitsvorsorge nicht vereinbar sind.“ Die Menschen müssten sich darauf verlassen können, dass grundsätzliche Regeln bundesweit gelten und notwendige und menschliche Behandlungen Krankenhaus in der Pandemie nicht ein „organisatorischer Gnadenakt der Betreiber“ seien.

„Lieber ein Seelsorger am Krankenbett,

als werktags im Gottesdienst vor leeren Kirchenbänken.“

Die katholische Kirche fordert Josef Ridders auf, aufgrund der jüngsten Erfahrungen die Krankenhausseelsorge nachhaltig zu stärken. „Wir müssen unsere knappen Kapazitäten als Kirche dort nutzen, wo ein Zeichen der Nächstenliebe und aktive Seelsorge dringend notwendig sind“, erklärt Ridders. „Wenn es nicht anders möglich ist, dass müssen wir in den Gemeinden vor Ort auf die eine oder andere Messe verzichten, um Seelsorge dort zu ermöglichen, wo sie jetzt gebraucht wird. Das ist es doch, was unser Christsein und unseren Glauben auszeichnen sollte. Mir ist ein Seelsorger am Krankenbett wichtiger als werktags im Gottesdienst vor leeren Kirchenbänken“, stellt Josef Ridders abschließend fest.

Medieninformation

 

Himmel & Erde – Dämmerschoppen

Schon fast zwei Wochen ist es wieder her, dass wir im Netz die Premiere von „Himmel & Erde – Der KKV-Küchentalk“ ausgestrahlt haben. Mehrere hundert Zuschauer haben sich die Sendung live an-geschaut. Auch die Aufzeichnung der Sendung auf YouTube (Kanal „KKV-Küchentalk“, https://youtu.be/WiaUMU_Urtg) wurde mittlerweile von über 150 Nutzer aufgerufen.

Trotz fast zwei Stunden Sendung konnten leider live in der Sen-dung nicht alle Themen ausführlich diskutiert werden.

Wir freuen uns daher, dass „Die Taufbolde“ Zeit für ein weiteres Gespräch mit Ihnen haben.

Wir laden Sie kurzfristig ein zum

Himmel & Erde – Dämmerschoppen

mit den Kaplänen Christoph Hendrix und Ralf Meyer

am Donnerstag, 20. Mai | von 18 bis 20 Uhr

per GotoMeeting-Videokonferenz. Nehmen Sie an dem Meeting per Computer, Tablet oder Smartphone teil. Der Link lautet: https://global.gotomeeting.com/join/970205285

Sie können sich auch über ein Telefon einwählen: Deutschland: +49 892 0194 301 (Zugangscode: 970-205-285).

Wir freuen uns auf einen spannenden und abwechslungsreichen Gedankenaustausch.

 Ankündigung

KKV-Bundesvorsitzender Josef Ridders befürchtet neuen Generationenkonflikt

„Wie wirkt es, wenn wir Älteren wieder Urlaub machen und Kinder nicht in die Schule dürfen?“

KKV fordert katholische Kirche auf, sich aktiv als Mittler zwischen den Generationen einzubringen – „Solidarität aus christlicher Nächstenliebe ist keine Einbahnstraße!“

E S S E N. „Nun ist es auch an uns Älteren, den jungen Menschen zu zeigen, dass wir ihre Solidarität in dieser Pandemie nicht ausgenutzt haben!“ Josef Ridders, Vorsitzender des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. (KKV), mahnt seine Generation – aber auch die Politik – zu einem maß-, rücksichts- und verantwortungsvollen Umgang mit den Öffnungen nach dem augenblicklichen Lockdown. „Ich bin selbst über 70, habe bereits meine erste Corona-Schutzimpfung bekommen und sehne mich auch nach Urlaub und Normalität. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, wieder eine Kreuzfahrt zu machen, während Kinder noch nicht in die Schule dürfen. Und mir wird das Pils im Biergarten nicht wirklich schmecken, wenn Studenten noch nicht wieder in die Uni gehen können“, stellt Josef Ridders in einer am Mittwoch in Essen veröffentlichten Presseinformation fest.

Wenn man die letzten Monate mit etwas Abstand und objektiv betrachte, müsse man zweifelsohne feststellen, dass die Politik und Gesellschaft gerade von der jüngeren Generation immer wieder Solidarität und Opfer eingefordert haben, um ihre Eltern und Großeltern vor dem Virus zu schützen. „Und obwohl sich die große Mehrheit der jungen Menschen an alle Regelungen und Einschränkungen gehalten hat, wurde durch Medien und Politik vielfach eine ganze Generation als leichtfertige Partymacher dargestellt, die es noch strenger zu reglementieren gilt“, resümiert der KKV-Vorsitzende.

 

Dabei seien es gerade Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gewesen, die durch engagierte Hilfsaktionen zum Beispiel für Senioren eingekauft haben oder ihnen phantasievoll schwere und einsame Stunden etwas einfacher gemacht haben. „Ich bin dankbar und hoffe, dass meine Generation das nicht vergisst“, stellt er fest. „Nicht nur wir älteren Menschen haben unter der Krise gelitten. Die Pandemie hat den Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen ein wichtiges Jahr ihre Entwicklung genommen. Für junge Menschen ist ein Jahr viel Zeit und wir werden ihnen viele Erfahrungen und Erlebnisse nicht rückwirkend erneut ermöglichen können. Für diese Solidarität empfinde ich wirkliche Dankbarkeit.“

„Solidarität aus christlicher Nächstenliebe ist keine Einbahnstraße!“

„Wenn ich nun sehe, dass junge Familien noch immer Betreuungsprobleme haben, weil die Kitas noch nicht wieder normal geöffnet sind. Wenn ich registriere, dass Schülerinnen und Schüler noch nicht wieder in ihre Klassen dürfen. Wenn Sportvereine ihre Jugendmannschaften noch nicht wieder trainieren dürfen und wir von einer funktionierenden und attraktiven Freizeitkultur für junge Menschen noch meilenweit entfernt sind, dann kann es doch nicht allen Ernstes das vorrangige Ziel der älteren Generation sein, wieder unbeschwert Urlaub zu machen, gemütlich bummeln zu gehen oder sich endlich wieder mit dem ‚geimpften‘ Stammtisch im Biergarten zu treffen“, stellt Ridders fest.

Er könne den Wunsch eines jeden Einzelnen, aus der Wirtschaft und insbesondere der Einzelhändler und Gastronomen verstehen, wieder schnell zum normalen Leben zurückzukehren – und sei es nur für Geimpfte. „Aber wir haben von den jungen Menschen Solidarität aus christlicher Nächstenliebe eingefordert, damit wir diese Pandemie bekämpfen und vor allem die älteren Menschen vor der Infektion schützen. Jetzt kann es nicht unser Ernst sein, dass wir ihnen die lange Nase bzw. unseren Impfpass zeigen und tun als wäre nichts geschehen.“ Mit einem solchen Verhalten spalte man die Gesellschaft aktiv und provoziere sehenden Auges einen Generationenkonflikt, der nach Meinung des KKV-Vorsitzenden nur schwerlich wieder zu kitten sei.

Katholische Kirche sollte aktive Mittlerrolle zwischen Generationen annehmen – Politik ist der gesamten Gesellschaft verpflichtet

Ridders fordert die katholische Kirche auf, sich aktiv als Mittler zwischen den Generationen einzuschalten: „Die Amtskirche muss den Diskurs zwischen Alt und Jung sowie Politik und Gesellschaft einfordern und kann eine moderierende und prägende Rolle einnehmen. In den Gemeinden vor Ort können Solidarität und Nächstenliebe zwischen den Generationen durch viele Aktionen aktiv umgesetzt und gestärkt werden.“ So könne sich die katholische Kirche in der Pandemie noch als starke gesellschaftliche Kraft bewähren.

Aber auch die Politik nimmt Ridders in die Pflicht: „Die Politik ist der gesamten Gesellschaft verpflichtet – nicht nur denen, die am lautesten rufen. Das öffentliche Wahlkampfgetöse, mit dem sich viele Ministerpräsidenten nun mit Erleichterungen der Corona-Einschränkungen überbieten, ist ein Armutszeugnis. Bei allem Respekt für die schwere Situation der politischen Entscheidungsträger stärkt der jetzt erneut entstehende Flickenteppich mit willkürlich wirkenden Regelungen weder das Vertrauen in einen funktionierenden Föderalismus noch in die Demokratie an sich. Die Suche nach der schnellen Schlagzeile war noch nie ein guter Berater in politischen Prozessen“, stellt der KKV-Vorsitzende abschließend fest.

Medieninformation

Beim KKV-Küchentalk über „Himmel und Erde“ steht nicht nur das Essen im Mittelpunkt

Am 20. April geht das neue Format erstmalig im Netz auf Sendung

E S S E N / M Ü N S T E R . Essen, Trinken und der mitmenschliche Austausch in vielen Variationen sind wichtige Facetten einer christlichen Gemeinschaft. Eine neue Kombination dieser drei Elemente präsentiert jetzt der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. (KKV): In dem Onlineformat „Himmel und Erde – Der KKV-Küchentalk“ sollen zunächst in drei geplanten Sendungen von je 90 Minuten interessante Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft während einer gemütlichen Kochrunde Rede und Antwort stehen. Zur ersten Sendung am 20. April ab 18 Uhr sind die Kapläne Christoph Hendrix und Ralf Meyer aus dem Bistum Münster zu Gast, die den einzigen deutschsprachigen YouTube-Podcast von zwei katholischen Priestern namens „Taufbolde“ betreiben.

Die Idee, Talkshow und Küchensendung zusammenzuführen, ist in Deutschland ein alter Hut. Aber das Konzept in einen christlichen Kontext zu bringen, das gab es noch nie. Der „KKV-Küchentalk – Himmel und Erde“ ist eine Kooperation des KKV-Bundesverbands mit seinem Mitgliedermagazin NEUE MITTE.

„In der Küche entwickelt sich stets eine ganz eigene Gesprächsdynamik. Wir werden deswegen mit dem Küchentalk neue Wege gehen und auch christliche Themen, anders als bisher üblich, beleuchten“, erläutert Mathias Wieland von der Chefredaktion der NEUEN MITTE das Konzept. Er wird als Moderator und „Chef de Cuisine“ durch die Sendung führen.

„Taufbolde“ sind einziger Podcast mit zwei katholischen Priestern

Zu dem Konzept passen auch die Gäste der ersten Sendung. Kaplan Christoph Hendrix und Kaplan Ralf Meyer, beide aus dem Bistum Münster, beschreiten mit ihrem YouTube-Podcast „Taufbolde“ ebenfalls neue Wege. In ihren Sendungen suchen sie Gott in allen Dingen: Das kann sowohl in der Kirche als auch auf dem Musikfestival „Hurricane“ oder in den Filmen der „Harry Potter“- oder „Star Wars“-Reihe sein.

Ebenso wird bei der Premiere auch der KKV-Bundesvorsitzende Josef Ridders zu Gast sein. „Es ist schön, dass mit Herrn Ridders auch gleich der Bundesvorsitzende des KKV in der ersten Sendung mit uns kocht und talkt“, freut sich Mathias Wieland. „Das zeigt uns, wie sehr der KKV hinter dem neuen Format steht.“

Die Zuschauer können interaktiv mitgestalten und partizipieren

Die erste Sendung des KKV-Küchentalks wird am Dienstag, dem 20. April, um 18 Uhr live im Netz ausgestrahlt werden. Unter der Domain www.neue-mitte.tv können die Zuschauer aber nicht nur die Sendung verfolgen: „Es gibt für diejenigen, die live dabei sind, auch die Möglichkeit, sich aktiv in die Sendung miteinzubringen und Fragen zu stellen“, erklärt Mathias Wieland. „Das hat es zuvor noch nicht gegeben und macht die Sendung auch für uns ein stückweit unvorhersehbar.“ Zudem zähle das zum Austausch im christlichen Sinne, so Moderator weiter. „Wir laden die Zuschauer dazu ein, das Gespräch mitzugestalten und, im Sinne eines gelebten Glaubens, zu partizipieren.“

Miteinander reden und über den eigenen Tellerrand hinausblicken

Ein Aspekt, den auch Josef Ridders als Bundesvorsitzender des KKV unterstreicht. „Aufgrund der Pandemie sind in unserem Verband auf allen Ebenen viele Veranstaltungen ausgefallen und somit fand auch der wichtige persönliche Austausch nicht statt“, erzählt er vom vergangenen Jahr. „Daher freue ich mich, dass wir mit dem Küchentalk ein Format gefunden haben, dass es allen Mitgliedern, Freunden und Interessierten ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und im wahrsten Sinne wieder über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.“

Der „KKV-Küchentalk“ ist eine Kochtalkshow, in der nicht nur die Zubereitung im Mittelpunkt steht. „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam kochen, essen und glauben“, stellt Mathias Wieland fest. „Insofern geht der ‚KKV-Küchentalk‘ neue Wege, von denen sich kirchliche und gesellschaftliche Themen ganz anders betrachten lassen, ohne dass wir dabei das Lachen vergessen.“ Weitere Sendungen sind für Mai und Juni geplant – die Gäste hierfür stehen aber noch nicht fest.

Das Konzept des interaktiven digitalen Austausches über christliches Leben und Werte überzeugte im Vorfeld auch den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), der das Format als neue Kommunikationsplattform des KKV und dem Verbandsmagazin NEUE MITTE im Rahmen eines Projektes finanziell fördert.

Pressemitteilung

KKV Bundesvorsitzender kritisiert “das Gefühl von Willkür”

„Deutschland einig Freizeitland“

KKV fordert von der katholischen Amtskirche sich jetzt für bundesweit einheitliche und verlässliche Regelungen zum Beispiel für Gottesdienste einzusetzen

Essen. „Enttäuscht, voller Unverständnis und auch frustriert“ zeigt sich der Vorsitzende des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V., Josef Ridders, von den Berliner Beschlüssen zur Corona-Pandemie. „Ich verstehe diese Entscheidungen nicht mehr. Ich gönne jedem Buchladen, dass er wieder öffnen darf. Aber ich verstehe nicht, warum es im Einrichtungshaus gefährlicher sein soll“, resümiert er. „Bei mir drängt sich bei den Entscheidungen das Gefühl von Willkür auf. Funktionierende Hygienekonzepte und der gesunde Menschenverstand scheinen wieder einmal keine Rolle gespielt zu haben. Stattdessen fordert die Politik Terminvereinbarungssysteme, fragwürde Testdokumentationen und setzt auf digitale Rückverfolgung mittels Systeme, die zum Teil noch nicht einmal fertig entwickelt, geschweige denn getestet sind.“

 

Seinen Eindruck von den Berliner Beschlüssen fasst Ridders deshalb in einer Pressemitteilung zudem unter der Überschrift „Deutschland einig Freizeitland“ zusammen: „In jedem deutschen Büro kann jederzeit eindeutig nachvollzogen werden, wer mit wem wann zusammensitzt. Warum müssen wir also nun Museen und Zoologische Gärten öffnen, aber die Arbeitnehmer weiterhin ins Homeoffice schicken? Es ist doch nicht zu begründen, warum wir morgens nicht arbeiten gehen, uns aber abends zum Feierabendbier treffen dürfen“, stellt er fest.

Von den Verantwortlichen in der katholischen Kirche fordert Ridders zeitnah bundesweit in den Dialog mit den Landesregierungen und anderen Glaubensgemeinschaften einzutreten, um einheitliche und verlässliche Regelungen zum Beispiel für das Feiern von Gottesdiensten, Hochzeiten oder auch Beerdigungen zu vereinbaren. „Die Gläubigen müssen wieder das Gefühl bekommen, das Kirche mehr als nur eine virtuelle Freizeitbeschäftigung ist. Viele Menschen möchten – gerade zu Ostern – wieder gemeinsam Gottesdienst feiern. Mit dem Frühjahr können diese ja auch wieder unter freiem Himmel stattfinden“, erläutert Ridders. „Seelsorge und Verkündigung kann dauerhaft nicht nur digital stattfinden. Ein bundesweiter Flickenteppich mit individuellen Regelungen ist aber keine Lösung. Die Amtskirche darf ehrenamtliche Gremien und Seelsorger vor Ort nicht mit der Verantwortung alleine im Regen stehen lassen.“

Pressemitteilung

Rechtspopulismus: (K)ein relevantes Thema für Christen?

KKV veranstaltet Videokonferenz mit Vortrag des Nürnberger Akademiedirektors Dr. Siegfried Grillmeyer

Zur Frage „Rechtspopulismus: (K)ein relevantes Thema für Christen?“ referiert am Samstag, 6. März 2021, um 19 Uhr Dr. Siegfried Grillmeyer auf Einladung des KKV Bayern Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. Da wegen Corona keine Präsenzveranstaltung möglich ist, findet der Vortrag online in Form einer Videokonferenz statt. Interessenten werden daher gebeten, sich in der KKV-Geschäftsstelle per E-Mail unter landesverband@kkv-bayern.de anzumelden. Sie erhalten dann den Zugangslink zur Konferenz zugeschickt.

„Freiheit bewahren – Demokratie stärken” lautet das Jahresthema des KKV Bayern. In diesem Rahmen befasst sich der Referent mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Sie sind Ausdruck gravierender gesellschaftlicher Veränderungsprozesse und gehören zu den größten Herausforderungen für die Demokratie. Sind sie deshalb auch ein relevantes Thema für Christen? Immerhin gibt es Vereine und Personen, die sich im Namen ihres Glaubens für rechtspopulistische Positionen einsetzen und die „Verteidigung des christlich-jüdischen Abendlandes“ für sich in Anspruch nehmen. Was sind die Ursachen? Und welche Maßnahmen und Handlungsoptionen lassen sich dagegensetzen?

Dr. Siegfried Grillmeyer, seit 2008 Direktor der katholischen Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg, leitet das dort angesiedelte „Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde“ der katholischen Kirche in Bayern.

Pressemitteilung

Flyer_Rechtspopulismus

Unternehmer kritisiert „Verbote mit der Gießkanne”

Es wird Zeit, dem Einzelnen wieder die Verantwortung zu übertragen“

TRIGEMA-Chef Wolfgang Grupp fordert im KKV-Interview „ein Ende der pauschalen Vorverurteilung der deutschen Wirtschaft“ – KKV-Bundesvorsitzender Josef Ridders ergänzt: „Ausnahmesituation darf nicht zur Normalität werden.“

Essen/Burladingen. Herbe Kritik an „den Verboten nach dem Gießkannenprinzip“ äußert der schwäbische Unternehmer Wolfgang Grupp, Inhaber von Deutschlands größtem Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung TRIGEMA, in einem Interview mit der „Neuen Mitte“, dem Mitgliedermagazin des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV). Es werde Zeit, dem Einzelnen wieder die Verantwortung für sein Handeln zurück zu übertragen. „Es ist die Aufgabe der Politik klare und unmissverständliche Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln zum Beispiel im Einzelhandel und für die Gastronomie zu schaffen. Und es wird die Verpflichtung und Verantwortung des einzelnen Unternehmers sein, diese Vorgaben zu erfüllen“, stellt Wolfgang Grupp im Interview fest. Deshalb sei es auch eine Selbstverständlichkeit, dass derjenige, der sich nicht an die Regeln halte, die Schließung seines Betriebes selbst zu verantworten habe.

„Wir neigen in Deutschland dazu, mögliches Fehlverhalten einzelner pauschal vorzuverurteilen und uns durch Verbote und Einschränkungen das scheinbare Gefühl von Sicherheit teuer zu erkaufen“, stellt Wolfgang Grupp fest. Viele Unternehmer – zum Beispiel im Einzelhandel, in der Gastronomie und Hotellerie – hätten in den letzten Monaten in verantwortungsvolle Hygienekonzepte und Technik investiert. „Statt dieses Engagement zu belohnen und verantwortungsvolles Wirtschaften auch in diesen schweren Zeiten zu ermöglichen, werden pauschale Verbote ausgesprochen und unvorstellbarer Schaden angerichtet. Hier verspielt die Politik leichtfertig Vertrauen und die Chance auch mittelfristig die gesellschaftliche Akzeptanz für die Pandemieeinschränkungen zu erhalten. Es wird Zeit, dass die Politik unter Beweis stellt, dass sie der Wirtschaft und den Menschen, die sie gewählt haben, auch vertraut und nicht nur immer ‚blindes Vertrauen‘ für die eigenen Entscheidungen einfordert.“

KKV-Bundesvorsitzender fordert endlich einen Plan für „mehr Normalität“ und die Einhaltung der demokratischen Strukturen

Der KKV-Bundesvorsitzende Josef Ridders richtet seine Kritik unmittelbar an die politisch Verantwortlichen: „Es fehlt den Menschen und Unternehmen eine klare Perspektive. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir mit diesem Virus, Mutanten oder ähnlichen Erregern in der Zukunft leben müssen. Das ist ein Preis, den wir für die Globalisierung zahlen“, stellt Ridders fest. Es könne aber nun nicht sein, dass „wir uns auf immer und ewig im Lockdown einsperren.“ Die rigorosen Beschränkungen der Bürgerrechte seien notwendig und verständlich gewesen, aber sie müssten in einer Demokratie die Ausnahme bleiben. „Wir brauchen wieder mehr Normalität für Mensch und Wirtschaft. Ansonsten verliert das politische System immer mehr seine Glaubwürdigkeit.“

Zudem fordert der KKV-Bundevorsitzende politische Entscheidungen endlich wieder in den dazu gewählten Gremien zu diskutieren und zu treffen. „Weder die Ministerpräsidentenkonferenz noch irgendwelche Beratergremien sind demokratische Institutionen, die die Legitimation haben, unser Land dauerhaft zu regieren. Das ist und bleibt Aufgabe der Parlamente und es wird Zeit, dass die Volksvertreter wieder diese Aufgabe wahrnehmen.“

„Kirche muss mit den Menschen gerade jetzt aktiv über den Tod diskutieren“

Zudem fordert Ridders, dass sich nun endlich auch die katholische Kirche in den gesellschaftlichen Diskurs um den Umgang mit dem Virus aktiv einschaltet. „Man hat das Gefühl, dass viele Menschen in eine Schockstarre verfallen sind und sich aus dem Lockdown eine Art ‚pandemiebedingte Komfortzone‘ entwickelt, in die sich viele gerne zurückziehen. Geschlossene Schulen und Homeoffice können kein Dauerzustand sein. Es muss unsere Aufgabe sein, das Leben zu schützen und nicht leichtfertig zu riskieren, aber wir können uns nicht dauerhaft gegen jede Gefahr, die das Leben mitbringt, absolut absichern“, gibt Ridders zu bedenken. „Auch der Tod gehört zum Leben dazu. Und wer – wenn nicht die Kirche – kann dies mit den Menschen glaubhaft diskutieren?“

Das Interview mit Wolfgang Grupp erscheint in der Osterausgabe der „Neuen Mitte“. 

Pressemitteilung

KKV-Bundes-vorsitzender fordert Ende der „Salamitaktik“

„Wenn Lockdown, dann richtig, einheitlich, streng kontrolliert und mit klarer Perspektive!“

KKV fordert Ministerpräsidenten auf, sich um Impfungen und nicht um Wahlkampf zu kümmern – „Hin und Her ist der Offenbarungseid für den Föderalismus“

 E S S E N . „Vorgestern verkündeten Landes- und Bundespolitiker in Berlin die Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns. Kaum waren die Mikrofone auf der Bundesebene abgebaut, profilierten sich seither Landespolitiker im Minutentakt mit immer neuen länderspezifischen Auslegungen der vorgestellten Regelungen. Das versteht die Bevölkerung nicht mehr und das gefährdet die Demokratie“, stellt der Vorsitzende des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), Josef Ridders, am Donnerstag in einer in Essen veröffentlichten Pressemitteilung fest. „Es ist nicht die Zeit für Wahlkampf, sondern für gesunden Menschenverstand. Wenn jeder macht, was er will, dann steuern wir weiter ins Chaos!“

Ridders zeigt sich geschockt von dem Verhalten mancher Politiker in der Krise: „Wenn es einzelne Bundesländer nicht schaffen, eine funktionierende Infrastruktur für die schnelle Impfung zu organisieren, dann muss man sich überlegen, ob man Kompetenzen auf andere Ebenen überträgt. Es ist doch ein absolutes Armutszeugnis, sich in aller Öffentlichkeit über fehlende Impfdosen zu streiten, wenn in manchen Ländern noch nicht einmal die vorhandenen Mengen verwendet werden können.“ Man könne doch als Beobachter nur noch den Kopf schütteln, dass zum Beispiel in Thüringen 39.000 Impfdosen erhalten hat und bis heute noch keine 5.500 Menschen geimpft worden sind

„Dass wir keinen Flughafen bauen können, haben wir in Berlin bewiesen. Dass wir es aber nicht schaffen, Menschen in dieser Notsituation zu impfen, ist schlichtweg unglaublich und unverantwortbar! Das zeugt doch davon, dass wir die Prioritäten völlig falsch setzten.“ Bis heute schaffe man es in ganz Deutschland noch nicht einmal pro Tag 50.000 Menschen zu impfen. „Wenn dann bis März mehrere Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, fehlt mir jegliche Fantasie, wie diese Impfung organisatorisch umgesetzt werden soll.“

„Haben wir jetzt eine Krise oder nicht?“

Die Glaubwürdigkeit der Demokratie nähme durch das inkonsequente Verhalten der verschiedenen politischen Ebenen und Entscheidungsträger nachhaltigen Schaden. „Wenn wir uns durch die Corona-Krise in einer lebensbedrohlichen und existenziellen Krise für die Menschen befinden, dann ist es die Pflicht der Volksvertreter konsequent zu handeln. Wenn wir uns Diskussionen über Ausnahmen und Grenzwerte von Land zu Land leisten können, kann es mit der Krise ja nicht so ernst sein“, spitzt Josef Ridders seine Überzeugung zu.

„Wenn die Wissenschaft den von der Kanzlerin jüngst vorgeschlagenen Inzidenzwert von 100 als Grenze für die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km für notwendig erachtet, dann ist es Willkür und Leichtsinn, wenn die Ministerpräsidenten ihn auf 200 ändern oder gar komplett in Frage stellen“, stellt der KKV-Bundesvorsitzende fest. Er fordert ein Ende der „Salamitaktik“: „Entweder brauchen wir einen konsequenten und harten Lockdown in Deutschland oder wir brauchen ihn nicht. Aber nahezu täglich neue Regeln zu diskutieren, ist inakzeptabel und wird dafür sorgen, dass wir im Chaos versinken. Wenn Lockdown, dann richtig, einheitlich, streng kontrolliert und mit klarer Perspektive! Das Hin und Her ist der Offenbarungseid für den Föderalismus.“

„Jeden Tag eine neue Sau durch die Medien der Republik zu treiben, schürt nur Hysterie“

Jeden Tag werde eine „neue Sau durch die Medien der Republik getrieben“, kritisiert Josef Ridders. „Es kann doch nicht wahr sein, dass man diese Pandemie nutzt, um als angeblicher Fachmann sein eigenes Image in den Medien zu schärfen, indem man mit dem ständigen Zeigefinger und Weltuntergangsszenarien die Hysterie in der Bevölkerung schürt“, stellt Ridders abschließend fest.

Medieninformation