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KKV kritisiert verkaufsoffenen Sonntag während des Lockdowns scharf

Christliche Nächstenliebe bedeutet auch Verantwortung und Solidarität zu zeigen“ – Zweiter Lockdown ist für den KKV eine „Nagelprobe der Gesellschaft“

„Der zweite Lockdown ist für die Gesellschaft in Deutschland eine entscheidende Nagelprobe. Christliche Nächstenliebe bedeutet in den Zeiten der Pandemie auch, dass wir uns unserer eigenen Verantwortung stellen und uns solidarisch mit denen zeigen, die für unsere Gesundheit tiefe Einschnitte in Kauf nehmen, um die zweite Corona-Welle zu brechen“, stellt der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. (KKV), Josef Ridders, in einer Pressemitteilung klar. „Verkaufsoffene Sonntage zu Zeiten des Lockdowns – wie am letzten Sonntag unter anderem in Köln, Jülich, Rinteln oder Stadthagen – sorgen bei allem Verständnis für die Sorgen des Einzelhandels dafür, dass Einschränkungen z.B. in der Gastronomie und im privaten Umfeld unglaubwürdig und noch schwerer vermittelbar werden“, stellt Ridders fest. Wer Bilder produziere und zulasse, auf denen einkaufende Menschen am Sonntag während des Lockdowns durch die Innenstädte flanieren, der brauche sich nicht zu wundern, dass politische Appelle zum Pandemie-Schutz ungehört verschallen und die Menschen keine Notwendigkeit sehen, ihre Kontakte einzuschränken.

Es sei für ihn ein zutiefst christliches Verhalten, dass man sich denjenigen gegenüber verantwortungsbewusst und solidarisch zeige, die jetzt im zweiten Lockdown erneut ihre Geschäfte schließen mussten und mit viel Angst und Sorgen in die Zukunft blickten oder Familienfeiern absagen mussten. Der zweite Lockdown ist momentan alternativlos. Nur so können wir die Ausbreitung des Virus offenbar verlangsamen“, führt Ridders aus. „Jetzt gegen die Anweisungen und Ratschläge der Experten und Politik zu handeln, ist nicht nur extrem leichtsinnig, sondern auch zutiefst egoistisch.“

„Ich kann nicht die Teilnahme an Taufen und Beerdigungen beschränken,

aber gleichzeitig sonntags zum Bummeln und Einkaufen in die Innenstädte einladen.“

Wenn es der Einzelne nicht schaffe sich zu beschränken und bewusst die notwendigen Regeln missachte, dann sei das „unsolidarisch und unchristlich“. Jeder sei moralisch verpflichtet, zumindest durch sein aufmerksames und verantwortungsvolles Verhalten denjenigen Respekt zu zollen, die in diesem Lockdown tiefgreifende Einschnitte in ihr Privat- und Geschäftsleben in Kauf nehmen müssten. „Wie man in einer solchen Situation dann die Menschen am Sonntag zum Konsum in die Innenstädte locken kann, ist für mich unverständlich und unverantwortbar. Wenn die Kanzlerin heute wieder klarstellt, dass mit Lockerungen der Corona-Beschränkungen nicht zu rechnen sei, ich aber gleichzeitig die Bilder von vollen Fußgängerzonen in Köln vom Sonntag sehe, dann ist das komplett abstrus. Das konterkariert jeden Appell der Kanzlerin! Ich kann Menschen nicht die Teilnahme an Taufen oder Beerdigungen beschränken, aber gleichzeitig sonntags zum unbeschwerten Bummeln und Einkaufen in die Innenstädte einladen“, ist Josef Ridders erbost.

Die Bundesregierung habe zur Förderung der Wirtschaft umfangreiche finanzielle Mittel in die Hand genommen. „Gerade die Ausweitung, Verbesserung und Konkretisierung der Unterstützungsmaßnahmen für die klein- und mittelständischen Unternehmen und auch die Soloselbstständigen sind richtig, wichtig und werden vom KKV vollumfänglich unterstützt“, betont Josef Ridders. „Wenn wir uns aber als Gesellschaft auf Jahre hinaus dieser finanziellen Herausforderung stellen, dann dürfen wir den gesellschaftlichen Konsens nicht durch überflüssige Aktionen wie ‚verkaufsoffene Sonntage‘ mitten im Lockdown aufs Spiel setzen.“

Josef Ridders fordert daher alle Mitmenschen auf, die vorbeugenden Maßnahmen gegen das Virus ernst zu nehmen und in den eigenen Alltag verbindlich zu integrieren. „Es ist für mich ein absoluter Albtraum, wenn ich mir ausmale, dass Ärzte Weihnachten in Krankenhäusern vor der Entscheidung stehen, welche Patienten beatmet werden und welche keine intensivmedizinische Betreuung bekommen können, weil die Abteilungen überfüllt sind“, erklärt der KKV-Bundesvorsitzende. „Wir alle haben nur eine Chance gesund zu bleiben und mit den Menschen, die uns wichtig sind, ein gemeinsames Weihnachtsfest zu feiern, wenn wir uns jetzt ganz bewusst einschränken. Wir haben bis heute in Deutschland diese Pandemie vergleichsweise gut überstanden. Das dürfen wir nicht aufs Spiel setzen“, fordert Josef Ridders abschließend.

Pressemitteilung

ZDK – Gemeinsam Infektionswelle stoppen

Nur gemeinsam können wir die Infektionswelle stoppen

ZdK-Präsident Sternberg zu Corona-Situation

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg, ruft die Bürgerinnen und Bürger anlässlich des Inkrafttretens der neuen Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie zu Solidarität und Eigenverantwortung auf.

„Es kommt jetzt auf die Disziplin aller Bürgerinnen und Bürger an. Als ZdK unterstützen wir nachdrücklich die von den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin vereinbarten Maßnahmen. Besonders im Blick auf das Offenhalten von Kindergärten und Schulen sind sie angemessen. Aber nur wenn wir in großer Solidarität zusammenzustehen und die eigene Verantwortung für den Schutz des Nächsten wahrnehmen, wird es gelingen, weitere, tiefer eingreifende Einschnitte zu vermeiden. Insbesondre den Kindern und Eltern, aber auch den kranken und älteren Menschen, sind wir in dieser Situation besonders verpflichtet. Es geht jetzt um den größtmöglichen Schutz des Lebens aller Menschen und um die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen.“

http://kkv-bund.de/wp-content/uploads/2020/11/PM-N

Quo vadis, ecclesia? – Wie sieht die Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland aus?

Leere Kirchenbänke. Immer weniger Aktive. Immer mehr Austritte. Die katholische Kirche in Deutschland verliert von Jahr zu Jahr an Zulauf. Entsprechend sind die Austrittszahlen jedes Jahr sehr hoch. 2019 bildet den vorläufigen Negativrekord: 400.000 Gläubige weniger als im Vorjahr. 270.000 davon haben die Kirche freiwillig verlassen.

In der jetzt erschienenen Ausgabe der NEUEN MITTE – dem Mitgliedermagazin des KKV-Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. – wird das Thema ausgiebig behandelt. Im Schwerpunktthema „Zukunft Kirche“ kommen führende Personen aus Kirche und Wissenschaft zu Wort und analysieren das Thema aus ihrer Sichtweise.

So sehen die Dogmatikerin Frau Prof. Dr. Julia Knop und der Religionssoziologe Herr Prof. Dr. Detlef Pollack, die Kirche vor weiteren Bedeutungsverlusten in der Gesellschaft. „Man könne, sagen nicht wenige, auch ohne Kirche gläubig sein“, meint etwa Professor Detlef Pollack. Demnach stellen sich die Menschen weiterhin die Sinnfragen, stellen aber die Institution der Kirche in Frage.

In diese Kerbe schlägt auch die Professorin Julia Knop. „Es gibt inzwischen hauptamtlich in der Kirche Angestellte, die mit dem Eintritt in den Ruhestand ihren Austritt aus der Kirche erklären“, erzählt sie von ihren Forschungen zum Thema. Beide Wissenschaftler sehen das Problem darin, dass die Institution Kirche nicht mehr die Menschen erreicht.

Aber auch innerhalb der Kirche gibt es harsche Kritik. Der Geistliche Beirat des KKV, Prof. Dr. Peter Schallenberg, sieht die Zukunft der Kirche sehr pessimistisch. Zu stark ist die postsäkulare Orientierung durch Naturwissenschaft und Technik. „Seit der Erfindung des Blitzableiters befindet sich Gott unwiderruflich auf den Rückzug in die private Frömmigkeit – zu Lasten der etablierten und volkskirchlich organisierten christlichen Großkirchen“, betont er in einem Beitrag im KKV-Magazin.

Optimistisch und überzeugt vom Reformwille der Kirche, zeigt sich hingegen der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer im Interview mit der NEUEN MITTE: „(…), ich glaube fest daran, dass die Kirche diesen Willen und diese Kraft hat. Natürlich müssen wir damit weitermachen, als Kirche alle selbstverschuldeten Skandale ehrlich aufzuarbeiten und durch ein effektives System von Kontrolle und Gewaltenteilung in der Zukunft unmöglich zu machen“, sagt der 59-jährige. Es gelte, in einem Dialog den Gläubigen gegenüber Wertschätzung zu zeigen, selbst wenn sie Kritik übten.

Im Schwerpunktthema „Zukunft Kirche“ wird den Lesern der neuen Ausgabe der Verbandszeitschrift NEUE MITTE ein umfassender Überblick über Positionen und Sachverhalte zum Thema gegeben.

Die aktuelle Ausgabe der NEUEN MITTE können Sie bereits online als PDF-Datei aufrufen: https://kkv-bund.de/wp-content/uploads/2020/07/Neue_Mitte_2020_02.pdf Hier finden Sie auch die kompletten Texte und Interviews.

KKV Pressemitteilung 4 / 2020

 

KKV Corona Kompass Update, 11.05.2020

Stand: 11.05.2020

Lockerungen: Was man darf und was nicht?

In der Bundesrepublik Deutschland will man langsam wieder zurück zur Normalität. Aber was heißt langsam? Was ist jetzt wieder erlaubt und auf was muss man noch verzichten? Damit Sie einen Überblick über alle Lockerungen bekommen, empfehlen wir Ihnen den folgenden Link der Bundesregierung: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-massnahmen-1734724. Dort sind die Lockerungen für alle Lebensbereiche schnell zu erkennen. Zudem gibt es auch Links zu den einzelnen Bundesländern und deren genaueren Bestimmungen.

 

Bund: Staatliche Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen kommen an

In einer Umfrage unter deutschen Unternehmen, haben drei von vier Betriebe angegeben, dass die Corona-Krise negative Auswirkungen auf ihre Geschäfte habe. Gerade in den Bereichen der personennahen Dienstleistungen, im Fahrzeug- und Maschinenbau, im Gesundheits- und Sozialwesen und der Nahrungsmittelproduktion merke man die Auswirkungen sehr. Ein Rückgang in der Nachfrage habe zu Liquiditätsengpässen geführt. Aus der Umfrage ging heraus, dass rund 60 Prozent der Kleinunternehmen Unterstützung oder Soforthilfe von Bund oder Ländern in Anspruch nehmen oder vorhaben zu beantragen. Jedes dritte Unternehmen nutzt die Kurzarbeit oder die Möglichkeit der Steuerstundung. Die Umfrage führte das Marktforschungsunternehmen KANTAR im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durch. Weitere Informationen unter: www.bmwi.de

 

BaWü: Landeswirtschaftsministerin begrüßt Lockerungen

Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), hat die Lockerungen in Baden-Württemberg begrüßt, die seit heute gelten. Die Maßnahmen seien eine große Erleichterung für unzählige Betriebe und nicht zuletzt für die Bürgerinnen und Bürger, so die Ministerin. Seit heute können im Südwesten personennahe Dienstleister, wie etwa Kosmetik-Studios, wieder arbeiten. Das Gastgewerbe öffnet ab dem 18. Mai schrittweise. Alle Betriebe und Geschäfte, die jetzt wieder öffnen, müssen strenge Hygienevorgaben erfüllen. Weitere Informationen unter: www.wm.baden-wuerttemberg.de

 

Bayern: Schnellkredite kommen gut an

Der Schnellkredit der LfA-Förderbank für Kleinunternehmen ist sehr gut angenommen worden. Nach einer Woche wurden bereits 57 Schnellkredite genehmigt. Das Kreditvolumen beläuft sich bislang auf insgesamt 2,6 Millionen Euro. Der Schnellkredit ist ein weiteres Angebot für kleine Unternehmen in Baxern, um Liquiditätsengpässe in der Corona-Krise zu vermeiden. Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern können Kredite von bis zu 5.000 Euro beantragen. Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern, können bis zu 10.000 Euro bekommen. Weitere Informationen unter: www.stmwi.bayern.de; www.lfa.de

 

Hessen: „Bündnis Ausbildung Hessen“ appelliert und bietet

Unterstützung an

Das „Bündnis Ausbildung Hessen“ hat an die Unternehmen und Betriebe appelliert, auch in der Corona-Krise weiterhin Ausbildungen durchzuführen. In einem Grundsatzpapier haben die Bündnispartner die Bedeutung der dualen Ausbildung für die hessische Wirtschaft betont und Handlungsempfehlungen zur Unterstützung von Ausbildungsbetrieben gegeben. Das „Bündnis Ausbildung Hessen“ besteht aus dem Land Hessen, den heimischen Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V., der Verband freier Berufe in Hessen und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB-Bezirk Hessen-Thüringen). Weitere Informationen unter: www.wirtschaft.hessen.de

 

NDS: Gründungsstipendium um drei Monate verlängert

Das Landeswirtschaftsministerium hat das Gründungsstipendium um drei Monate verlängert. Das gilt für neu eingereichte, als auch für bereits bewilligte Anträge, deren Zeitraum dieses Jahr begonnen hat. Durch die Verlängerung will man Gründer auch in der Corona-Krise unterstützen. Das Stipendium hat jetzt eine Laufzeit von maximal elf statt acht Monaten. Einzelne Gründer oder Gründerteams aus bis zu drei Gründern, erhalten einen finanziellen Freiraum, um ihre Ideen zu verwirklichen. Das Gründungsstipendium kann bei der NBank beantragt werden. Weitere Informationen unter: www.mw.niedersachsen.de; www.nbank.de

KKV Corona Kompass Update, 11.05.2020

KKV Corona Kompass Update, 30.04.2020

Bund: Beträge von 2019 können erstattet werden

Der Bund hilft Unternehmen, Freiberuflern und Solo-Selbständige weiterhin in der Corona-Krise. Jetzt können diese auch Beiträge aus 2019 vom Finanzamt zurückerstattet bekommen. Grundlage für die Erstattung ist ein pauschal ermittelter Verlust aus dem aktuellen Jahr. Somit gibt der Bund betroffenen Unternehmen, Freiberuflern und Solo-Selbständigen eine weitere Möglichkeit, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Weitere Informationen unter: www.bundesfinanzministerium.de

 

BaWü: Wirtschaftsministerium hat „Krisenberatung Corona“ gestartet

Das Wirtschaftsministerium Baden Württemberg richtet die „Krisenberatung Corona“ ein. Diese steht kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Südwesten zur Verfügung. In vielen Fällen sei der Fortbestand der Betriebe gefährdet, resümiert Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Diese bräuchten in der Krise kurzfristige Beratung und Hilfestellung, damit sie durch die Krise kommen, so die Ministerin weiter. Die „Krisenberatung Corona“ soll den Unternehmen die Möglichkeit geben, Beratungen über alle Bereiche des unternehmerischen Lebens in der Corona-Krise zu bekommen. Die Aktion startet am 11. Mai. Jedes Unternehmen kann bis zu vier Beratungstage beanspruchen. Die Experten kommen von der RKW Baden-Württemberg, der Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Mittelstand und Handwerk (BWHM), der DEHOGA Baden-Württemberg und dem Handelsverband Baden-Württemberg (HBW/UBH). Weitere Informationen zur „Krisenberatung Corona“: www.wm.baden-wuerttemberg.de

 

Brandenburg: Plattform für Technologieunternehmen gestartet

Viele kleine, innovative Unternehmen verlieren in der Corona-Krise wichtige Geschäftspartner. Damit das nicht in Brandenburg passiert, hat die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) und ihr Clustermanagement eine Internet-Plattform für Technologiekooperationen gestartet. Unter http://www.cluster-helfen-unternehmen.de/ können Unternehmen zueinander in Kontakt treten. Außerdem gibt es eine Suche-/Biete-Plattform für unterschiedliche Dienstleistungen und Angebote. Weitere Informationen unter: www.mwae.brandenburg.de; https://www.wfbb.de/de

 

HB: Bremen-Fonds ist beschlossene Sache

Welche langfristigen, wirtschaftlichen Folgen die Corona-Krise haben wird, lässt sich bislang nur erahnen. In Bremen hat der Senat deswegen den Bremen-Fonds beschlossen. Damit will er einer langfristigen Rezession entgegentreten. Der Fonds umfasst 1,2 Milliarden Euro und bietet den heimischen Unternehmen Kredite an. Diese werden erst ab 2024 getilgt und haben eine Laufzeit von 30 Tagen. Der Bremen-Fonds benötigt noch die Zustimmung der Bremer Bürgerschaft. Weitere Informationen unter: www.wirtschaft.bremen.de

 

NDS: „Kontaktstelle Lieferketten“ eingerichtet

Das Landeswirtschaftsministerium hat die „Kontaktstelle Internationale Lieferketten für Unternehmen aus Niedersachsen“ eingerichtet. Diese richtet sich an Unternehmen, die in der aktuellen Situation von Störungen in internationalen Lieferketten betroffen sind. Die Kontaktstelle wird von der Industrie- und Handelskammer unterstützt. Betroffene Unternehmen können die Kontaktstelle über aussenwirtschaft@mw.niedersachsen.de erreichen.

 

Sachsen-Anhalt: „Dritte Stufe“ des Soforthilfeprogramms gezündet

Das Hilfsprogramm „Sachsen Anhalt ZUKUNFT“ ist erweitert worden. Seit heute können auch Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern von den Leistungen profitieren. Die „dritte Stufe“, wie Landeswirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann (SPD) die Erweiterung bezeichnet, umfasst Kleinbeihilfen und Darlehen. Die Kleinbeihilfen sind Darlehen von bis zu 800.000 Euro. Deren Zinssatz liegt bei 1, 69 Prozent und die Laufzeit umfasst zehn Jahre, wobei die ersten beiden Jahre tilgungsfrei sind. Die Darlehen wiederum umfassen jeweils fünf Millionen Euro. Der Zinssatz ist von 0,69 bis 1,75 Prozent gestaffelt. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, wobei das erste halbe Jahr tilgungsfrei ist. Das Darlehen steht übrigens auch Neugründern und Start-Up-Unternehmern zur Verfügung. Weitere Informationen zum Hilfsprogramm „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ unter: http://www.presse.sachsen-anhalt.de/www.mw.sachsen-anhalt.de/corona

KKV Corona Kompass Update, 30.04.2020

KKV Corona Kompass-Linkliste

Wie im letzten Kompass-Update geschrieben, werden die aktuellen Nachrichten zu den Förderprogrammen anlässlich der Corona-Epidemie weniger. Natürlich werden wir auch weiterhin die Augen aufbehalten und bei Bedarf ein Update verfassen.

Damit jedes KKV-Mitglied jederzeit „up to date“ bleiben kann, haben wir die wichtigsten Quellen in einer interaktiven PDF-Datei zusammengefasst.

Für jedes Bundesland und die Bundesregierung haben wir die wichtigsten Internetquellen für Unternehmer in einer Karte aufgeschrieben und mit den entsprechenden Seiten im Internet verlinkt.

Wir hoffen, dass dies eine Hilfe ist.

KKV Corona Kompass-Linkliste

KKV Corona Kompass Update, 20.04.2020

BaWü: Ministerium unterstützt „place2tex“

Das Landeswirtschaftsministerium Baden-Württemberg unterstützt eine Plattform zur Ermittlung des aktuellen Bedarfs an Schutzmasken. Seit ein paar Tagen existiert die Online-Plattform „place2tex“. Sie ist eine Initiative des Verbandes der südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (Südwesttextil) und des landesweiten Netzwerks „Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg“. Die Daten liefern nicht nur einen wichtigen Überblick über die derzeit verfügbaren Mengen, sondern helfen auch bei einer zielgerichteten Unterstützung für das Gesundheitswesen und die Wirtschaft, so Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Weitere Informationen unter: http://www.place2tex.com/

 

MV: Unterstützung für polnische Berufspendler verlängert

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat die Unterstützung von polnische Berufspendler verlängert. Noch bis zum 3. Mai kann man über www.metropolregion-stettin.de Förderungen für in Polen lebende Mitarbeiter beantragen. Bislang seien über 1.400 Zugriffe auf das Antragsdokument und 300 telefonische Anfragen für die Förderung eingegangen, gaben der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Dr. Stephan Rudolph (CDU), sowie der parlamentarische Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD), bekannt. Zudem hoffe man auf eine baldige Lockerung durch die polnische Regierung. Man sei, gemeinsam mit den Landesregierungen von Brandenburg und Sachsen, sowie dem Auswärtigen Amt im engen Kontakt. Die Förderrichtlinie für Pendler existiert seit dem 28. März. Das Antragsverfahren hat man im Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) erstellt. Weitere Informationen unter: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/

 

In eigener Sache

Da sich die Informationslage zu den einzelnen Förderprogrammen und wirtschaftspolitischen Entscheidungen auf Bund- und Länderebene ein wenig ruhiger ist als zu Beginn der Pandemie gestaltet, wird das Kompass-Update ab jetzt unregelmäßiger erscheinen. Es ist deutlich geworden, dass die meisten Entscheidungen zu den Förderprogrammen mittlerweile getroffen wurden. Das bedeutet aber nicht, dass wir die Informationslage aus den Augen verlieren. Wir werden Sie weiterhin informieren. Vielen Dank!

KKV Corona Kompass Update, 20.04.2020

KKV Corona Kompass Update, 17.04.2020

Bund: Minister berät mit Vertretern der Spitzenverbände

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wird sich heute mit Vertretern von 29 Wirtschaftsverbänden beraten. Auf der Agenda stehen zunächst Gespräche über die Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern zur Liquiditätssicherung der Unternehmen. Desweiteren wird auch über das schrittweise Hochfahren der Wirtschaft gesprochen, wie es die Ministerpräsidenten am Mittwoch beschlossen haben. Neben dem Minister und den Präsidenten der Spitzenverbände, nehmen auch die Präsidenten der Verbände für mittelständische Unternehmen, Familienunternehmen und Freiberufler teil. Weitere Informationen unter: www.bmwi.de

 

BaWü: Wirtschaftsministerin informiert sich über die Entwicklung von Corona-Schnelltests

Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat sich gestern über die Entwicklung von Corona-Schnelltests informiert. Dazu hat sie in Freiburg das Hahn-Schickard-Institut für Mikroanalysesysteme und die Spindiag GmbH besucht. Beide arbeiten bei der Entwicklung von Schnelltests zusammen. Beim Hahn-Schickard-Institut hat die Ministerin die Herstellung von Testkartuschen begutachtet. Bei der Spindiag GmbH wurde ihr ein mobiles testgerät vorgeführt. Dass innerhalb von 30-40 Minuten zuverlässige Ergebnisse liefern soll. Die Tests sollen im Sommer auf dem Markt kommen. Das Ministerium unterstützt die Zusammenarbeit mit sechs Millionen Euro. Weitere Informationen, auch zur weiteren Unterstützung der baden-württembergischen Wirtschaft, unter: www.wm.baden-wuerttemberg.de

 

Bayern: Aiwanger fordert Unterstützung für LKW-Fahrer

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat um Unterstützung für LKW-Fahrer gebeten. Gerade in Zeiten, in denen die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern wichtiger denn je sei, müsse man den Fahrern Respekt zollen, so der Minister. Damit reagiert der Minister auf einen Appell des Landesverbands Bayerischer Spediteure (LBS). So sollen Fahrer beim Abladen abgewiesen worden sein, weil sie keine Schutzkleidung tragen. Außerdem wurde ihnen die Benutzung von Sanitären Anlagen untersagt. Weitere Informationen zu wirtschaftspolitischen Maßnahmen in Bayern aufgrund der Corona-Krise, unter: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

 

BB: Knapp 300 Millionen aus Corona-Rettungsschirm freigegeben

295,4 Millionen Euro wurden in Brandenburg bereits aus dem Corona-Rettungsschirm ausgezahlt. Das hat Landesfinanzministerin Katrin Lange (SPD) gestern dem Haushaltsausschuss des Landtags mitgeteilt. Darunter fallen, neben wirtschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen, auch andere Mittel, wie etwa die Erstattung von Elternbeiträgen. Außerdem hat die Ministerin dem Ausschuss Maßnahmen zur steuerlichen Entlastung von Unternehmen in der derzeitigen Situation präsentiert. So gibt es etwa die Möglichkeit der zinslosen Stundung der Einkommens-, Körperschafts- oder Umsatzsteuer. Insgesamt beläuft sich der Corona-Rettungsschirm des Landes Brandenburg auf zwei Milliarden Euro.

Weitere Informationen zum Rettungsschirm gibt es bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB): www.ilb.de

 

Bremen: Möglichkeit der Stundung der Citytax

Hotel – und Gastronomiebetriebe in Bremen und Bremerhaven können jetzt die Stundung der Citytax beantragen. Das geht aus einem gemeinsamen Beschluss von Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) und dem Finanzsenator Dietmar Strehl (Bündnis 90/Die Grünen) hervor. Zuvor haben beide mit der DEHOGA gesprochen. Die Stundung soll das Gewerbe, das sehr unter den Auswirkungen der Corona-Krise leidet, steuerlich entlasten. Die Stundung zählt auch für die Citytax, die bis zum 15. April abgerichtet werden musste. Beim Antrag muss genau begründet werden, wie sich die pandemiebedingten Verordnungen und Entwicklungen auf den Umsatz auswirken. Weitere Informationen unter: www.wirtschaft.bremen.de

 

Hessen: Über eine halbe Milliarde Soforthilfe bewilligt

Über 500 Millionen Euro Corona-Soforthilfe wurden in Hessen bewilligt. 57.000 Anträge von kleinen und mittleren Unternehmen, sowie von Solo-Selbständigen wurden bislang bearbeitet. Das gaben Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen), Finanzminister Michael Boddenberg und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) bekannt. 106.000 Anträge sind bis heute im zuständigen Regierungspräsidium Kassel eingegangen. Dort sind über 700 Mitarbeiter mit der Bearbeitung der Anträge beschäftigt. Weitere Informationen unter: www.wirtschaft.hessen.de; www.rp-kassel.hessen.de

 

MV: Corona-Kooperationsbörse gestartet

Heute ist die Corona-Kooperationsbörse MV gestartet. Sie soll einen Beitrag zur Unterstützung der Gesundheitsversorgung im Nordosten sein. Anbieter und Kunden von entsprechenden Produkten, Produktkomponenten oder Dienstleistungen sollen darüber schneller in Kontakt treten können. Außerdem sollen durch die Kooperationsbörse neue Lieferketten entstehen und somit heimische Unternehmen unabhängiger von internationalen Versorgungsketten werden, so der Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Die Erstellung von Einträgen auf der Internetseite der Corona-Kooperationsbörse ist kostenlos. Hier geht es zur Börse: https://corona-kooperationsboerse-mv.de/

 

NDS: Schutzausrüstung aus Niedersachsen

Landeswirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) und Landesgesundheitsministerin Dr. Carola Reimann (SPD) haben gestern in einer Videokonferenz mit elf Unternehmen aus Niedersachsen über die Produktion von Schutzausrüstung gesprochen. Viele der Unternehmen, die teilgenommen haben, haben bereits ihre Produktion entsprechend umgestellt oder planen die Produktion von Schutzausrüstung, bzw. Desinfektionsmitteln. Nach den Gesprächen war man in den Ministerien optimistisch, dass man bald ein niedersächsisches Netzwerk für die Produktion persönlicher Schutzausrüstung (PSA) aufbauen kann. In den Krankenhäusern des Landes besteht in den nächsten zwei Monaten ein Bedarf von geschätzt 500.000 Schutzbrillen, je fünf Millionen FFP2-, bzw. FFP3-Atemschutzmasken, 4,5 Millionen Schutzkitteln und 2,5 Millionen Schutzanzügen. Weitere Informationen unter: www.mw.niedersachsen.de

SH: Minister dankt der Verkehrs- und Logistikbranche

Der Verkehrs- und Wirtschaftsminister von Schleswig Holstein, Dr. Bernd Buchholz (FDP), hat sich bei den Verkehrsbetrieben und der Logistikbranche des Landes bedankt. In der aktuellen Krise seien die Menschen auf eine funktionierende Logistikwirtschaft besonders angewiesen, so der Minister. Sie seien unerlässlich für die Grundversorgung der Bevölkerung. Weitere Informationen zur Wirtschaftspolitik des Landes unter: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/VII/vii_node.html

KKV Corona Kompass Update, 17.04.2020

KKV Corona Kompass Update, 16.04.2020

Bund: Förderprogramm “go digital” unterstützt beim Homeoffice

Das Bundesförderprogramm „go digital“ unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung ihres Geschäftsalltags. Dazu zählt auch der Bereich Homeoffice. So fördert das zuständige Bundeswirtschaftsministerium die Beratung durch autorisierte Unternehmen mit 50 %. Das Angebot von „go digital“ richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen, sowie an Handwerksbetriebe. Weitere Informationen zur Förderung durch „go digital“, speziell im Bereich Homeoffice, unter: https://www.gfw-greven.de/corona-aktuell/corona-news/news/gfw-weist-auf-foerderung-zur-einrichtung-von-homeoffice-arbeitsplaetzen-hin/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7a378f926eb6d73db2af1c36971dfe28.

Die Seite des Förderprogramms „go digital“ mit einer Karte von autorisierten Unternehmen: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Digitale-Welt/foerderprogramm-go-digital.html

 

BaWü: Weiterbildungsportal bietet Online-Kurse an

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf beruflichen Weiterbildungen aus. Viele Kurse mussten abgesagt oder verschoben werden. Um die Suche nach entsprechendem Ersatz durch Online-Kurse und Webinare ersetzen zu können, hat das Wirtschaftsministerium im Web-Portal http://www.fortbildung-bw.de/ einen zusätzlichen Filter eingefügt. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) nannte das erweiterte Angebot eine Ermutigung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, auch in dieser Zeit berufliche Weiterbildungen in Anspruch zu nehmen.

 

SL Mittelstandshilfe kann beantragt werden

Mittelständische Unternehmen im Saarland können jetzt auch Corona-Hilfe beantragen. Das Land stellt erweitert Zuschussprogramm noch einmal um 82 Millionen Euro. Es richtet sich an Unternehmen mit zehn bis 100 Mitarbeitern. Je nach Größe des Betriebs sind Zuschüsse von 15.000 bis 25.000 Euro möglich. Diese müssen nicht zurückgezahlt werden. Anträge können über http://www.corona.wirtschaft.saarland.de/ gestellt werden. Das Landeswirtschaftsministerium weist aufgrund der Fake-Seiten, die etwa in Nordrhein-Westfalen aufgetreten sind, darauf hin, den Antrag ausschließlich über diese Seite zu stellen. Weitere Informationen unter: https://www.saarland.de/ministerium_wirtschaft_arbeit_energie_verkehr.htm

 

SN: Soforthilfe-Programm wird ausgeweitet

Das Soforthilfe-Programm „Sachsen hilft sofort“ wird ausgeweitet. Bereits heute können auch Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als einer Million Euro die Soforthilfe des Landes bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) beantragen. Neben dem Formular, das auf der Seite der SAB zu erhalten ist, wird auch eine Bestätigung der Zuwendungsvoraussetzungen durch einen Dritten, etwa einen Steuerberater, gefordert. Das Soforthilfe-Darlehen beträgt maximal 100.000 Euro. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, wobei die ersten drei Jahre tilgungsfrei sind. Es ist außerdem zinsfrei und nachrangig. Weitere Informationen unter: www.smwa.sachsen.de; https://www.sab.sachsen.de/

 

Thüringen: Minister begrüßt Entscheidung der Sparkassenversicherung

Der Thüringische Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat die Entscheidung der Sparkassenversicherung, Einbußen von Unternehmen zu übernehmen, begrüßt. Das gilt für Betriebe, die aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend schließen mussten. Der Minister lobte die Sparkassenversicherung dafür, dass sie ihren Kunden Lösungen zur Teilkompensation von Ausfällen anbiete. Das helfe besonders dem Hotel- und Gastronomiegewerbe. Weitere Informationen unter: www.wirtschaft.thueringen.de; www.sparkassenversicherung.de

IHK: „Azubi Sharing“ ist jetzt möglich

Die vorübergehende Zwangsschließung von Betrieben, trifft auch die zahlreiche Auszubildende. Deswegen hat die IHK Nordwestfalen das Projekt „Azubi Sharing“ in die Wege geleitet. Die Idee dahinter ist, dass Auszubildende an Unternehmen ausgeliehen werden, deren Betrieb auch jetzt noch läuft. Welche Beschäftigungsmöglichkeiten es gibt und welche Voraussetzungen die Auszubildenden mitbringen müssen, können Interessierte unter https://www.ihk-nordwestfalen.de/coronavirus/azubisharing-4759586 nachschauen. Unternehmen, die am „Azubi Sharing“ teilnehmen möchten, können sich bei Andrea van der Schüür melden (0251/707263).

KKV Corona Kompass Update, 16.04.2020

KKV Corona Kompass Update, 15.04.2020

Bund: KfW-Schnellkredit heute gestartet

Seit heute können mittelständische Unternehmen den KfW-Schnellkredit beantragen. Nach dem Beschluss der Bundesregierung und der beihilferechtlichen Genehmigung durch die Europäische Kommission, wurde in kürzester Zeit das Programm des Schnellkredits umgesetzt. Der Kredit bietet für Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern eine weitere Möglichkeit, in der Corona-Krise liquide zu sein. Das Kreditvolumen beläuft sich auf bis zu 25% des Gesamtumsatzes 2019. Dabei werden maximal 500.000 Euro, bei bis zu 50 Mitarbeitern, bzw. 800.000 Euro, bei über 50 Mitarbeitern ausgezahlt. Weitere Informationen unter: www.kfw.de

 

Bremen: Schneider ist Sonderbeauftragter für Corona-Soforthilfe

Hans Peter Schneider ist Sonderbeauftragter für die Corona-Soforthilfe der Freien Hansestadt Bremen. Dazu hat ihn gestern Wirtschaftssenatorin Kristin Vogt (Die Linke) ernannt. Der Geschäftsführer von M3B hat sich bereiterklärt, die vorliegenden Anträge im Programm „Land I“ zu organisieren. Der Sonderbeauftragte wird eng mit der BAB und dem Wirtschaftsressort zusammenarbeiten, um das Soforthilfe-Programm „Land I“ zu betreuen. Weitere Informationen unter: www.wirtschaft.bremen.de

 

Hessen: Rückzahlung nur bei Überkompensation

Hessische Betriebe müssen die ausgezahlte Soforthilfe nicht zwangsweise zurückerstatten, wenn sie zusätzliche Mittel erhalten. Das haben jetzt der Landesfinanzminister Michael Boddenberg (CDU) und der Landeswirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) erklärt. Wenn die Soforthilfe nicht ausreiche, um den Liquiditätsengpass auszufüllen und deswegen zusätzliche Leistungen, wie eine Betriebsschließungsversicherung in Anspruch genommen werden muss, muss das Unternhemen keinen Rückzahlungen befürchten. Nur, was über den Engpass hinausgeht, ist zurückzuzahlen. Weitere Infos unter: www.writschaft.heesen.de

 

NDS: Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik werden gefördert

Das Landeswirtschaftsministerium Niedersachsen fördert Unternehmen, die jetzt auf Homeoffice, Videokonferenz und Telemedizin setzen. Dafür wird das Förderprogramm „Digitalbonus Niedersachsen“ angepasst. Unternehmen können jetzt auch explizit für Homeoffice, Videokonferenzen und Telemedizin einen Zuschuss von 10.000 Euro beantragen. Voraussetzung für den Zuschuss ist, dass die Investition mindestens 5.000 Euro betragen hat. Der Zuschuss kann über die NBank beantragt werden. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent bei kleinen Unternehmen und bis zu 30 Prozent bei mittleren Unternehmen. Weitere Informationen unter: www.mw.niedersachsen.de; www.nbank.de

 

NRW: Anträge können ab Freitag wieder gestellt werden

Ab Freitag können in Nordrhein-Westfalen wieder Anträge auf Soforthilfe gestellt werden. Auch die Bearbeitung bereits gestellter Anträge, sowie die Auszahlung von Fördergeldern wird dann wieder aufgenommen. Obwohl es wichtig sei, die Auszahlungen so schnell wie möglich wieder aufzunehmen, sollen Antragssteller im Netz auch weiterhin wachsam sein, sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU). Nur über www.soforthilfe-corona.nrw.de kann man einen Antrag auf Corona-Soforthilfe stellen. Weitere Informationen unter: www.wirtschaft.nrw.de

 

SN: Unterstützung für kommunalen Straßenbau bewilligt

Der Freistaat Sachsen unterstützt den kommunalen Straßenbau in der Corona-Krise mit 24,4 Millionen Euro. Damit verfolge man, neben der Instandhaltung von Verkehrswegen, auch die Entschärfung der Krise für die Baubranche, gab Staatsminister Martin Dulig (SPD) bekannt. Die Baubranche soll sich auf öffentliche Aufträge verlassen können. Der Gesamtbetrag soll vier Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen, 42 Projekte des Landes mit Kommunen und Landkreisen, sowie 26 Radverkehrswegeprojekten zu Gute kommen. Weitere Mittel sollen für andere Maßnahmen eingesetzt werden. So wird derzeit etwa die Neubewilligung von Ingenieurbauwerken oder Kostenerhöhungsanträgen geprüft. Weitere Informationen unter: www.smwa.sachsen.de

 

SH: Land erweitert Zuschuss-Programm

Schleswig-Holstein hat seine Corona-Soforthilfe um ein Zuschuss-Programm erweitert. Auch Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern können jetzt Landes-Zuschüsse zur Verhinderung von Liquiditätsengpässen, die durch die Pandemie entstanden sind, beantragen. Das entsprechende Formular kann auf der Internetseite der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) heruntergeladen werden. IBIB.SH-Chef Erk Westermann-Lammers begründet das zusätzliche Programm damit, dass auch größere Unternehmen, aufgrund der Krise, mit gravierenden Liquiditätsmängeln konfrontiert sein. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) wies indes auf die Bearbeitungszeit bei Anträgen auf Bundes-Soforthilfe hin. Aus unterschiedlichen Gründen, etwa weil Anlagen fehlen, dauere die Bearbeitungszeit bei der IB.SH an. Man arbeite aber daran, die Bearbeitungszeit wieder zu verkürzen. Hier geht es zu Informationen und Anträgen: https://www.ib-sh.de/infoseite/corona-beratung-fuer-unternehmen/. Liste zur Soforthilfe-Beratung: https://www.ib-sh.de/die-ibsh/netzwerk-und-partner/partner-fuer-corona-soforthilfe/

 

KKV Corona Kompass Update, 15.04.2020